Kundeninformation Covid-19

Kundeninformation Coronavirus (Covid-19)

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Coronavirus – Häufig gestellte Fragen (FAQ’s)

Wenn die COVID-19-Fallzahlen exponentiell ansteigen, bedeutet das, dass sie sich immer innerhalb eines festen Zeitraums verdoppeln. Dieser Zeitraum wird dann als die Verdopplungszeit des exponentiellen Anstiegs bezeichnet: je kürzer es dauert, bis sich die Fallzahlen verdoppelt haben, desto rasanter ist der Anstieg an Fallzahlen.

Gerade bei niedrigen Fallzahlen wird das exponentielle Wachstum leicht unterschätzt, weil es – bei einer niedrigen Ausgangsposition mit nur vergleichsweise wenigen Fällen – länger dauert, bis der steile Anstieg sichtbar wird. Ab diesem Zeitpunkt wird es aber immer schwieriger, den Anstieg der Fallzahlen zu bremsen. Das ist vergleichbar mit einem Wagen, der einen Berg hinunterrollt: Er rollt langsam los, wird dann aber immer schneller und schließlich unkontrollierbar.

Ein sehr vereinfachtes Rechenbeispiel: Angenommen, an einem bestimmten Tag Y liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 5 und liegt 14 Tage später bei 10. Dann hätte sich die 7-Tage-Inzidenz innerhalb von 14 Tagen verdoppelt. Würden sich die Zahlen in dem Tempo weiterentwickeln – sich also alle 14 Tage verdoppeln – würde sie 6 Wochen nach Tag Y bei 40 und wiederum sechs Wochen später – also 12 Wochen nach Tag Y – bei 320 liegen.

Das exponentielle Wachstum verläuft bei Infektionskrankheiten jedoch in der Regel nicht so gleichmäßig. Es wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst – allen voran inwieweit Maßnahmen eingehalten und Öffnungen vorangetrieben werden und wie sich die Impfquote entwickelt. Durch das Einhalten von Maßnahmen (siehe Warum sind bei SARS-CoV-2 weiterhin besondere Maßnahmen erforderlich?) und Erhöhung der Impfquote können Ansteckungen verhindert und die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden – die Verdopplungszeit verlängert sich. Umgekehrt kann sich die Verdopplungszeit noch mehr verkürzen und die Fallzahlen noch rasanter zunehmen, wenn Maßnahmen vernachlässigt werden.

Informationen zu SARS-CoV-2 (offizielle Bezeichnung des Virus) und COVID-19 (offizielle Bezeichnung der Erkrankung durch das Virus) sind im Steckbrief zu COVID-19 zusammengefasst. Informationen zu den besorgniserregenden Virusvarianten (VOC) sind auch auf der dazugehörigen Übersichtseite unter www.rki.de/covid-19-varianten zu finden.

Testen ist essenzieller Bestandteil einer umfassenden Pandemie-Bekämpfungs-Strategie: Testen ermöglicht eine schnelle und präzise Erfassung der Zahl und Verteilung von infizierten Personen in Deutschland. Dies ist Grundlage für eine Unterbrechung von Infektionsketten und für einen Schutz vor Überlastung unseres Gesundheitssystems. Die Anzahl der nachgewiesenen SARS-CoV-2 Infektionen hängt generell vom Vorkommen dieser Infektionen in der Bevölkerung, der Teststrategie und der Anzahl der durchgeführten Tests ab. Die Testkriterien werden an die jeweilige epidemiologische Lage angepasst (siehe Nationale Teststrategie und Flussschema).

Eine Ausweitung der Testindikationen oder eine Erhöhung der Zahl durchgeführter Tests kann zu einem Anstieg der Fallzahlen führen, da zuvor unentdeckte Infizierte (auch ohne oder mit nur sehr milden Symptomen) erkannt werden. Das heißt aber nicht, dass umgekehrt die beobachteten steigenden Fallzahlen nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären wären

Viele Viren, die akute Atemwegserkrankungen verursachen, verbreiten sich in der kälteren Jahreszeit besser. Zu den beitragenden Faktoren gehört besonders die Tatsache, dass man mehr Zeit und mit mehr Menschen in Innenräumen verbringt, die aufgrund der niedrigeren Außentemperaturen auch häufig nicht so gründlich gelüftet werden. In Innenräumen ist die Übertragungswahrscheinlichkeit deutlich höher. Zusätzliche Faktoren könnten beitragen, wie die längere Überlebensdauer mancher Viren lbei niedriger Temperatur, die geringere UV-Strahlung, die geringere Luftfeuchtigkeit oder die trockeneren (und damit anfälligeren) Schleimhäute der Menschen, aber auch die Tatsache, dass man mehr Zeit und mit mehr Menschen in Innenräumen verbringt. Eine Saisonalität ist daher bei Atemwegserregern, aber auch bei vielen gastrointestinalen Erregern, ein weit verbreitetes, bekanntes Phänomen und wurde auch bei schon früher bekannten, anderen humanen Coronaviren beobachtet, die im Allgemeinen nur leichte Atemwegserkrankungen hervorrufen.

Vermutlich spielen die Faktoren, die zur Saisonalität beitragen, auch bei SARS-CoV-2 eine verstärkende Rolle. Allerdings wurde generell eine Verbreitung von SARS-CoV-2 in fast allen Ländern der Erde unabhängig von der Jahreszeit beobachtet, weil in einer Pandemie grundsätzlich so viele Menschen leicht empfänglich für eine Infektion mit dem dann neuartigen, pandemischen Erreger sind. Auch in Deutschland kam es im Sommer zu Übertragungen und Ausbrüchen. Daher ist es auch in der wärmeren Jahreszeit äußerst wichtig, die AHA+L-Regeln zu beachten.

Generell gilt: Bei der 7-Tage-Inzidenz handelt es sich um eine Momentaufnahme, die sich wieder ändern kann. Es könnten z.B. Fälle aufgrund der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen oder einem asymptomatischen Krankheitsverlauf noch nicht erkannt oder bereits vom Gesundheitsamt erfasste Fälle aufgrund des Meldeverzuges noch nicht an das RKI übermittelt worden sein. Durch Mobilität kann es außerdem zu einem erneuten Eintrag von Infektionen kommen. Das Virus ist durch die Maßnahmen und Impfungen nicht vollkommen verschwunden und gerade bei nur leichten Krankheitszeichen wird nicht immer, wie eigentlich empfohlen, ein Test durchgeführt. Daher kann SARS-CoV-2 unerkannt weiter zirkulieren und weiterhin – insbesondere bei nicht vollständig geimpften Personen im höheren Alter – auch schwere Erkrankungen und Ausbrüche verursachen. Für eine generelle Entwarnung ist es deswegen in der derzeitigen Situation zu früh. Auch in Kreisen mit einer Inzidenz von Null oder einer niedrigen Inzidenz sollten daher die AHA+A+L-Regeln beachtet werden. Generell sind für Maßnahmen-Entscheidungen die Kommunen oder Bundesländer zuständig.

Meldepflichtig sind gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) der Verdacht auf eine Erkrankung, eine Erkrankung und der Tod in Bezug auf COVID-19 sowie der Nachweis des Erregers SARS-CoV-2, soweit er auf eine akute Infektion hinweist (siehe www.rki.de/covid-19-meldepflicht ). Dies gilt auch für Leiter von Einrichtungen (wie Schulen und Altenpflegeheime, siehe § 36 Abs. 1 IfSG), wenn in diesen Einrichtungen Antigennachweise durchgeführt werden, diese positiv sind und wenn ein Arzt nicht hinzugezogen wurde, da bei einem positiven Antigennachweis grundsätzlich von einem relevanten Erkrankungsverdacht im Sinne des IfSG auszugehen ist. Was die zur Meldung verpflichteten Personen melden müssen – falls die Informationen vorliegen-. Die Meldepflicht wurde am 12.07.2021 erweitert für Ärztinnen und Ärzte in Krankenhäusern, die dem zuständigen Gesundheitsamt auch melden müssen, wenn ein Patient oder eine Patientin mit Bezug auf COVID-19 in ein Krankenhaus aufgenommen wird.

Ein direkter Erregernachweis z.B. durch eine PCR, weist in der Regel auf eine akute Infektion hin und muss daher gemeldet werden. Dies gilt auch für patientennahe Schnelltests auf SARS-CoV-2 (z.B. Antigennachweise). Die Meldepflicht für positive Erregernachweise besteht für Labore, aber auch für Ärzte, die Infektionserregerdiagnostik z.B. in ihrer Praxis durchführen.

Bei einem indirekten Erregernachweis sollte folgendes beachtet werden: Mit den derzeit am Markt befindlichen serologischen Tests kann bei einmaliger Untersuchung noch nicht ausreichend sicher festgestellt werden, ob eine akute Infektion vorliegt. Sollte im Rahmen einer Untersuchungsserie bei einer Person eine Serokonversion festgestellt werden (Abstand der beiden Tests maximal 30 Tage), kann dies auf eine akute Infektion hinweisen. Der Nachweis von IgM-Antikörpern und der Nachweis von IgG-Antikörpern in getrennten Tests, kann ebenfalls bei entsprechender Beurteilung durch das Labor unter Berücksichtigung der verwendeten Tests, ein Hinweis auf eine akute Infektion sein. Der einmalige Nachweis von IgM lässt nicht sicher auf eine akute Infektion schließen. Die Bewertung, ob der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist, muss unter Berücksichtigung der Eigenschaften der jeweils verwendeten Tests, ggf. durchgeführten Voruntersuchungen und anamnestischen Angaben durch das diagnostizierende Labor im Rahmen des laborärztlichen Befundes erfolgen.

Seit 01.01.2021 haben gemäß § 14 Abs. 8 IfSG alle Labore verpflichtend das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) für die Meldung von SARS-CoV-2-Erregernachweisen zu nutzen.

Die Meldepflicht ermöglicht dem Gesundheitsamt die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen zu treffen. Die Daten werden am Gesundheitsamt zusammengeführt, validiert und an die zuständigen Landesbehörden und von dort ans RKI übermittelt. Die Gesundheitsämter ermitteln zusätzlich für die gemeldeten Fälle sehr viele weitere Informationen, z.B. ob der Fall geimpft war, welche Symptome er/sie hatte, ob und welche Risikofaktoren vorliegen, ob das Infektionsfeld bekannt ist, wo sich der Fall infiziert haben könnte und ob der Fall zu einem größeren Ausbruch gehört. Gemäß Falldefinition werden nur Fälle veröffentlicht, bei denen ein labordiagnostischer Nachweis mittels Nukleinsäurenachweis (z.B. PCR) oder Erregerisolierung vorliegt (unabhängig vom klinischen Bild) 

Personen mit leichten Atemwegserkrankungen jeglicher Art sollten zu Hause bleiben, sich telefonisch beraten lassen (Hausarztpraxen, Fieberambulanzen, bundesweite Rufnummer des Kassenärztlichen Notdienstes in Deutschland 116117), nach einem Test fragen und den ärztlichen Anweisungen folgen.

Sollte sich Ihr Zustand während der ersten Woche Ihrer COVID-19-Erkrankung nicht verbessern oder sich verschlechtern, wenden Sie sich unbedingt an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin.

In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.

Der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) beim Robert Koch-Institut veröffentlicht regelmäßig aktualisierte Hinweise zur Therapie von COVID-19 ebenso wie die verschiedenen Fachgesellschaften.

Informationen zu den von BfArM und PEI genehmigten klinischen Prüfungen finden Sie im Europäischen “Clinical Trials Register” sowie auf der Internetseite des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF).
Weitere Hinweise sind auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu finden.

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